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Evangelisch Lutherische Kirchengemeinde Zittow - Retgendorf

Pfarramt Zittow

Hirtenbrief

Zittow, im März 2020

Liebe Gemeindeglieder und Freunde der Kirchengemeinde,

in diesen Tagen erleben wir hautnah eine ganz tiefe Krise unseres Gemeinwesens. Auf einmal finden elementare Krisen wie die Ebolaerkrankung nicht in fernen Ländern statt, sondern wir sind ganz unmittelbar Betroffene. Vielleicht dachten viele noch am Anfang der Krise: Wuhan, China, das ist weit weg, aber nun ist es da, das Virus und nimmt unsere ganze Gesellschaft in Beschlag. Noch sind die unmittelbaren Auswirkungen durch das Virus selbst wesentlich geringer, als die Maßnahmen, welche nun zum Schutz der Bevölkerung getroffen werden. Dabei handelt sich ja bei der „Coronakrise“ nicht um eine Naturkatastrophe, sondern die Krise hat zutiefst mit unserem Verhalten zu tun. Es bleibt zu hoffen, dass wir nach dem Ende der Krise nicht gleich wieder zur Tagesordnung übergehen, sondern eine wirkliche, kritische Aufarbeitung beginnen in unserem Land und auch in Europa.

Die Krise hat nun auch ganz unmittelbare Auswirkungen für unsere Kirchengemeinde. Das Land hat uns untersagt, Gottesdienste zu feiern! Chor, Posaunenchor, Gruppen, Kinderkirche und Konfi, all das kann zur Zeit nicht sein und selbst Beerdigungen dürfen nur noch im engsten Familienkreis stattfinden. Aber braucht es nicht gerade in kritischen Zeiten die Kirche als einen Ort des Trostes und der Hoffnung? Schon in der Bibel steht – „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“5. Mose 8,3.Dieses zu leben, ist auch jetzt möglich! Für Martin Luther war die kleinste Gemeinde die Familie. Die Familie kann ein Ort sein, wo wir in diesen Tagen geistliches Leben praktizieren können. Es gibt hierzu viele Hilfsmittel und Möglichkeiten: Als erstes steht da das Lesen in der Bibel, wenn nicht jetzt, wann dann? In vielen Häusern gibt es ja die Bibel, falls Sie keine haben, schauen Sie ins Internet unter www.die-bibel.de, dort finden Sie die ganze Bibel in der neuesten Übersetzung von 2017. Ich empfehle Ihnen vor allem die Texte aus dem Neuen Testament und das Buch der Psalmen.

Unter dem Button- www.kirchenjahr-evangelisch.de finden Sie alle Texte für den jeweiligen Sonntag im Kirchenjahr. Die Texte sind mit der Bibel verlinkt und es findet eine Erläuterung des Themas des jeweiligen Gottesdienstes statt. Zum zweiten möchte ich Sie einladen zum Lesen der Herrnhuter Losungen, falls Sie das Losungsbüchlein nicht haben, werden Sie auch hier über das Internet fündig unter www.losungen.de finden Sie die Texte für jeden Tag und am Sonntag auch alle relevanten Texte.

Und was sicherlich wichtig sein sollte: Uns bleibt das Gebet. Wer betet, hat einen Zugang zu Gott und zu seinen Mitmenschen! Es kann jetzt Situationen geben, in denen mancher einsam ist. Wer beten kann, ist jedoch in seiner Einsamkeit nicht allein. Das Gebet gibt uns zwei Möglichkeiten, zum einen vor Gott unsere Ängste, Sorgen und Nöte auszusprechen, aber auch unseren Dank. Und beten bedeutet immer auch Fürbitte für andere Menschen. Gerade im Beten liegt der Schlüssel für Trost und Hoffnung. Dietrich Bonhoeffer sagte einmal zu diesem Thema: „ Unser Christsein wird heute nur in zweierlei bestehen: im Beten und im Tun des Gerechten unter den Menschen.“

Beides ist auch in diesen Tagen möglich, vielleicht sogar auf ganz besondere und andere Weise, wo unsere Kirchen nun nicht mehr einladen können zu den Gottesdiensten. Besonders schmerzlich wird es sein, wenn wir uns am Karfreitag und zu Ostern nicht wie gewohnt versammeln können. Aber ich hoffe sehr, dass wir zu Ostern einen wirklichen Aufbruch erleben können. Nach der Krise des Todes bricht der Auferstandene das Leben neu auf. Das ist und bleibt unsere Hoffnung, wie es im Römerbrief auch steht: „Wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden.“ Römerbrief 5,4-5

Nun noch einige wichtige Informationen:

Bis zum letzten Sonntag haben wir die Zittower Kirche zu Gebet und Einkehr während der Gottesdienstzeit offen gehalten. Durch das erlassene Kontaktverbot ist das nicht mehr möglich.
Sie können auf folgende Formate zurückgreifen:
Das ZDF überträgt jeden Sonntag um 9.30 Uhr einen Gottesdienst im Wechsel zwischen katholischen und evangelischen Gottesdiensten. Am nächsten Sonntag, 29.03.20 findet ein evangelischer Gottesdienst statt.

Die ARD überträgt am Karfreitag, 10.04.2020 um 10.00 Uhr einen evangelischen Gottesdienst aus Bautzen.

Radio NDR Info überträgt jeden Sonntag um 10.00 Uhr einen Gottesdienst aus dem Norden

Der Deutschlandfunk überträgt Sonn- und Feiertags um 10.00 Uhr einen Gottesdienst.

Außerdem gibt es auf Youtube Möglichkeiten, Gottesdienste zu verfolgen.

Das Pfarramt in Zittow bleibt weiterhin erreichbar! Wenn Sie ein seelsorgerliches Gespräch wünschen, rufen Sie einfach an, wenn ich nicht da bin, sprechen Sie auf den Anrufbeantworter, ich rufe Sie zurück! Das Pfarramt ist unter der Nummer: 03866 343 zu erreichen. Sie können auch die e-mail Adressen nutzen: pfarrezittow@t-online.de oder zittow-retgendorf@elkm.de. Da am Dienstag die Bürostunde ausfallen muss, stehe ich für Gespräche an jedem Dienstag von 9.00-11.00 Uhr unter genannter Telefonnummer zur Verfügung. Ich teile Ihnen auch die Nummern der Telefonseelsorge mit, der Anruf ist kostenfrei: 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222. Die Nordkirche hat eine Telefonhotline freigeschaltet: 0800 45 401 06.

Die aktuellen Entwicklungen in unserer Kirche in Mecklenburg können Sie einsehen unter www.kirche-mv.de
An jedem Abend um 18.00 Uhr laden die Kirchen in Cambs, Retgendorf und Zittow ein zum Gebet. Die Nordkirche ermutigt uns, als Zeichen der Hoffnung um 19.00 Uhr eine Kerze in das Fenster zu stellen. Am Ostersonntag findet um 8.00 Uhr, wenn bis dahin nichts anderes entschieden wird, ein Osterläuten in all unseren Kirchen statt.

Ich wünsche uns allen, dass wir diese Krise bewältigen und die notwendigen Schlüsse daraus ziehen. Unser Volk hat schon schwerste Krisen und Verwerfungen durchgestanden, was getragen und geholfen hat, war Gottvertrauen! Und das wünsche ich Ihnen.

Gott behüte Sie

     Ihr Matthias Staak, Pastor

 

 

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